Der Rattentempel

Im Rattentempel von  Deshnok, Ihr ahnt es bereits, sind die Ratten heilig. An diesem Ort, so glauben die Pilger, werden die entschlafenden Seelen vor dem Zorn des Totengottes Yama bewahrt,  indem sie als Ratten wiedergeboren werden. An großen Schalen werden die Ratten mit Milch ge- und ertränkt, zusätzlich  mit Süßigkeiten sogenannten “Opfergaben” vollgestopft. Viele sind von Tumoren gezeichnet- das ganze erlebt man, wie in fast  jedem Tempel barfuß – ein Fest für die Sinne. Als besonderes Glück verheißend wird die Situation im Tempel beschrieben, wenn ein Nager direkt über den nackten, eigenen  Fuß stolpert. Naja, das war schon immer so eine Sache mit dem Glück.

RattenschmausDie hier verehrte Ratte ist auch gleichzeitig das Reittier von Ganesha (jeder Hauptgott hat ein Reittier), dem Glücksbringer der Hindus schlechthin. An sich schon ein amüsantes Bild, dieser dickbäuchige mit einen Elefantenkopf  verzierte, ständig naschende Übergott getragen von einer Ratte.  Kein Wunder, dass es mit dem Glück nicht immer klappt.

Aus Sicht eines Tierschützer und Befürworter ihrer artgerechter Haltung wünscht man hier der einen oder anderen Ratte eine kaltblütige Katze.

Nicht unbedingt ein seltenes Bild stellten die Affen auf den Straßen und in manch einem Palast dar. Da gab es schiere Verfolgungsjagden und genüssliches begaffen durch die Affen. Eine sehr beliebte und bekannte hinduistische Göttergestalt ist der Affengott Hanuman. Seine Geschichte wird unteranderem in dem indischen Heldenepos Ramayana erzählt. Eine besonders imposante Darstellung befindet sich direkt an der Hochbahn in Delhi.

Viele Affen schienen sich den in ihrem Umfeld lebenden anderen Primaten gut angepasst zu haben. Bananen der Touristen und die prall gefüllten Abfallkörbe luden dazu recht herzlich ein.

 

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