Einige Worte zu unseren Mitreisenden:

 

Für einige stand am Anfang der Reise ein großes Fragezeichen im Bezug auf den nun folgenden Aufenthalt in Indien. Für viele war es, das besagte Neuland – einige waren durch Ihre Reisefreudigkeit gut vorbereitet, andere intellektuell gut gerüstet – nie um eine Antwort verlegen (auch wenn gar keine Fragen gestellt wurden), andere schöpften wiederum aus einem gut gefüllten Brunnen von Lebenserfahrungen und Lebensweisheiten, einzelne schienen sich fast zwanghaft mitteilen zu müssen (laut “Cavemann”  sprechen Frauen am Tag 7000 – Männer ca. 2000 Wörter – die Zeit der Höhlenmenschen ist lange vorbei und im Bezug auf ihre Kommunikationsfreudigkeit hat sich ein Geschlecht enorm weiterentwickelt), auch die eine oder andere Sinnfrage war zu vernehmen z.B. ob wir in vielerlei Hinsicht auf sehr hohem  Niveau in Deutschland jammern würden (offen gestanden, ich  verstand die “Frage” nicht ganz) und es gab Menschen (im Übrigen unsere einzigen Nikotinsüchtigen) die eine heitere Gelassenheit und Gleichmütigkeit an den Tag legten, die ich als sehr angenehm wahrnahm. Entsprechend der Erkenntnis Otto Reuters “Ein Sachse ist immer dabei”, hatten wir sogar zwei. Viel Spaß Euch Beiden beim Roteltrack auf der Seidenstraße. Eine bunte Mischung von der Krankenschwester (sorry: Gesundheitsschwester), übers Finanzgenie (rein hypothetisch), sympathischem Katastrophenkartographen,  Betriebsratsvorsitzenden, der obligatorischen, feinsinnigen Lehrerin bis hin zum “alten” manchmal etwas scheinbar mürrischen, aber immer unterhaltsamen Seebären. Nicht zu vergessen, den alles überragenden Sven- so- Fröhlich, der hiermit herzlichst gegrüßt sei. Es war für uns mitunter sehr unterhaltsam, interessant  und amüsant ein Teil dieser Gruppe zu sein. Unvergessen das tägliche, gemeinsam eingenommene, hochkommunikative Abendmahl und das tägliche Anstehen an den Raststättentoiletten. Es gibt Dinge die verbinden einfach – für Euch alle eine gute Zeit…

Den einen oder anderen wird diese Reise berührt, beglückt, bedrückt haben, vielleicht sogar ein Stück verändert haben. Der eine wird sagen: nie wieder, ein anderer hat schon gebucht fürs nächste Jahr. Ob aller Oberflächlichkeit, mit welcher wir dieses fremde Land für uns entdeckten grüßen wir doch herzlich “Indi” und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Eines sei noch vorangestellt und darüber sollen auch meine Bilder nicht hinwegtäuschen, auch wenn Gandhi auf jeder Rupie zu sehen ist, ein gewaltfreies Land sehe ich hier nicht vor mir. Es schwelt an vielen Orten – nicht nur in Kaschmir.  Kastensystem, Mitgiftmorde, Korruption und der Streit der Religionen macht dieses Land nicht sympathischer- wenn Indien die größte Demokratie der Welt ist,  dann bin ich wohl mit meinem Verständnis von Demokratie fehlgeleitet – aber da ich in der ehemaligen DDR geboren bin, ist mein demokratisches Grundverständnis vielleicht etwas getrübt.

Ich  werde jetzt nicht Tag für Tag skizzieren, das Netz bietet da eine reiche Auswahl an Foren,  Blogs und Reiseberichten und einen guten Reiseführer gibt es bei Amazon oder einem Buchhändler deines Vertrauens. Es wird also eher ein resümieren, versehen mit ein paar Tipps und “Nicklichkeiten”.

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