“Wüstentour”

Unsere Reise führte uns weiter westwärts in die Wüste Thar. Unweit der Stadt Bikaner startete unsere 2 tägige Kamelsafari. Wir hatten schon am Vortag das Vergnügen, die einzige Kamelfarm Asiens besuchen zu dürfen. Vom frisch geschlüpften Kamelbaby  bis zur Verkostung von Kamelmuttermilch sowie der Beobachtung bei der Fütterung der dort lebenden 300 Kamele, konnte alles bestaunt werden. Im übrigen: Kamelmilch hat einen überraschend schmackhaften Vanillegeschmack. Am selbigen Tag erkundeten wir die  Stadt Bikaner jeweils mit einer Droschkenkutsche für 2 Personen. Für manch Tier wurde mit  Sicherheit die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Nach der Besichtigung des Junagarh Forts ging es zum versprochenen Highlight in die Wüste.

 

Kamelsafari

Allerdings mussten wir zu Beginn unserer Kamelsafari allerdings feststellen, dass es doch ein sprichwörtlich himmelweiter Unterschied ist, ob ich nun ein Kamel aus sicherem Stand beobachten kann oder ich mich auf seinem Rücken nach oben schwinge. Das Reiten oder Schaukeln ist definitiv ein Erlebnis – nur bequem ist anders. Spektakuläre Veränderungen in der Natur konnte ich nicht feststellen. Langsam, begleitet von einem Führer ging es Richtung Wüste, obwohl wir diese wohl nie erreichten. Jedenfalls vermisste ich die kilometer-langen Sanddünen, dieses Meer aus Sand. Nun gut man kann nicht immer gewinnen. Dafür schien jeder während der zweistündigen Tour eher mit sich und seinem Kamel beschäftigt zu sein und hing seinen Gedanken nach. Die Natur um uns herum stellte keine Ablenkung dar und eine beglückende Stille stellte sich ein, welche nur durch gewaltige Ausbrüche aus der Biogasanlage Kamel unterbrochen wurden. Das Kamel als solches verdaut nicht – es vergast. In Anbetracht des beschlossenen Atomausstieges und der damit verbundenen Suche nach weiteren erneuerbaren und alternativen Energien, sollte doch da was zu machen sein.

Geschlafen wurde in Zelten – luxuriös mit Matratzen und Bettwäsche versehen, Körperhygiene fand  an 5 Wasserschüsseln statt (guter Schnitt bei 22 Reisenden) 2 Leichtbaudixis  waren vorhanden, gegessen wurde an einer langen Tafel, unter beindruckendem Sternenhimmel- ein sehr leckeres Mal, gezaubert von unseren Kamelführern. Eine 3 köpfige Kombo verwöhnte uns mit indischer Folklore. Dazu organisierte unser Reiseführer noch indischen Rum und Cola. Der Rum lockerte die Atmosphäre und löste, wie so, oft  die Zungen. Ein rundum gelungener Abend nahm seinen Lauf… der nach dem zu Bett gehen in ein Schnarchkonzert erster Güte mündete. Der versprochene Sonnenaufgang über der “Steppe” viel aus. Etwas müde und ein wenig verkatert aber doch selig und zufrieden schaukelten wir nach dem Frühstück  zurück in die Zivilisation. Bevor es jedoch hoch zu Ross (Entschuldigung zu Kamel) in die Wüste ging, stand ein  Besuch  beim “Nagertempel” auf unserem Besichtigungsplan.


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