Teil 2…Zurück zu den Tieren

Beginnen wir mit dem größten Geschöpf – dem Elefant. Von der ersten Station unserer Rundreise The Pink City (Jaipur) fuhren wir per Bus zum ca. 15 Kilometer entfernten Amber Fort. Das Amber Fort liegt unterhalb einer Bergkuppe. Es zieht sich vom Tal bis hoch hinaus, umgeben und begrenzt von Befestigungsmauern, welche wiederum ganze Täler und Berge durchziehen.Trotz gebührender Höhe und Stärke der Mauern erschienen diese steinernernen Bänder mehr zu trennen als zu schützen. Unterhalb des Forts lag ein künstlicher See und ein Schimmer alter Gartenpracht. In einen dieser Gärten warteten wir nun auf die Bereitstellung und Platzierung auf unserem Dickhäuter. Über eine Treppe erreichten wir die Abfertigungsrampe. Vorher konnten wir noch einige Fotos der heran trottenden Ungetüme mit Ihrer bunten Pracht aufnehmen. Auch beim Elefantenstuhlgang waren wir live dabei. Erstaunlich, was sich da seinen Weg aus den Allerwertesten  bahnt und mit einem hörbaren dumpfen “Rums” auf´s Pflaster knallt. Ich sah schon die schmachtenden Hobbygärtner vor meinen geistigen Auge – aber ich glaube ich schweife jetzt etwas ab…

Irgendwann sind wir dann an der Reihe. Behende schieben wir uns auf eine Art Korb. Vor uns auf dem Kopf des Elefanten sitzt der Führer. Rüssel an Schwanz setzt sich die Elefantenkarawane in Gang. Ein ständiger Kreislauf, keine Pausen- hoch- runter, hoch runter- der Rubel rollt und der verzückte Tourist hat nun ca. 856,57 Meter schaukelne Meter vor sich. Völlig “entspannt”  hält er sich am Korbrand verbissen fest, gleichzeitig versucht er noch ein Foto zu schießen, wobei die Kamera ja  noch im Rucksack ist, also kurzer Kampf- wohlbemerkt mit einer Hand, der Rucksack wird etwas ungestüm abgeschüttelt, der Ellbogen streift das Gesicht der Geliebten, das liebste Gerät wird herausgefischt, der Rucksack wieder verschloßen- es könnte ja was unter die Riesenplattfüsse kommen, der geliebte Mensch verdreht mittlerweile die Augen, den inzwischen sich erhöhenden Neigungsqwinkel des Korbes muß ausgeglichen werden (es geht jetzt wirklich etwas aufwärts), der Führer schaut etwas irritiert nach hinten  und bedeutet mir, mich ruhig zu verhalten, nun ist der geliebte Mensch neben mir schlichtweg genervt, es schaukelt so stark – ich kann gar kein vernünftigers Foto machen und den Moment genießen.

Nach einem kurzen verbalen Austausch zum Thema Urlaub und Hektik entscheiden wir uns zum Schweigen. Dieser Zustand wird nun noch getoppt von unserem  Influenza-Elefanten. Von wegen panikverbreitende Schweingrippe… Jedes Schniefen= ein warmer Regen aus der Wellnessbrause. Wenn man dann genau hinter dem Führer sitzt, der Rüssel  langsam nach oben gleitet, du noch unvorbeitet in die dunkle Öffnug des bedrohlich näher kommenden Rüssels schaust und dann der Vernebler angeht, sich gefühlte 2 Liter handwarmen Sekretes in Deinem Gesicht ergießen – dann weißt du o.K. das ist der Tiefpunkt – es kann heute nur noch besssser werden.

und es wurde besser…..

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Eine Antwort auf Teil 2…Zurück zu den Tieren

  1. Paula sagt:

    Sehr schöne Bilder und interessante Reiseberichte.
    Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
    LG
    Paula

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